Dormagen
Dormagen ist eine große kreisangehörige Stadt im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen, strategisch gelegen zwischen Düsseldorf und Köln, direkt am linken Rheinufer. Die Stadt umfasst etwa 85,5 km² und verzeichnete zum 31. Dezember 2024 rund 63 800 Einwohner.
Geographisch grenzt Dormagen im Norden und Osten unmittelbar an den Rhein, im Westen an Neuss, Grevenbroich, Rommerskirchen und Pulheim, sowie im Süden an Köln. Die Grenze zur Domstadt markiert gleichzeitig den Übergang zwischen dem Regierungsbezirk Düsseldorf (zu dem Dormagen gehört) und dem Regierungsbezirk Köln.
Historisch gesehen verweist der Name Dormagen auf das keltische „Durnomagus“ – interpretiert als „Kiesfeld“ – und weist auf eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit hin. Sogar Kernrömerzeit-Spuren wie das Kastell Durnomagus liegen unter dem heutigen Stadtzentrum.
Wirtschaftlich spielt Dormagen vor allem durch den Chemiepark (Chempark Dormagen) eine bedeutende Rolle. Auf einer rund 360 ha großen Fläche sind zahlreiche Chemieunternehmen angesiedelt, die Stoffe wie Polymere, Pflanzenschutzmittel und organische Zwischenprodukte herstellen – inklusive eines Forschungszentrums für Polyurethane.
Kulturell und sozial bietet Dormagen einiges: Etwa der Wildpark Tannenbusch im Stadtteil Delhoven, ein ganzjährig geöffneter Tierpark auf 20 ha mit rund 200 Tieren einheimischer Arten und einer ergänzenden Umweltpädagogik. Zudem verfügt Dormagen über eine moderne Stadtbibliothek mit über 41 000 physischen und digitalen Medien, einem Coworking Space sowie vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Ältere.
Alles in allem steht Dormagen für eine bemerkenswerte Verbindung aus geschichtlicher Tiefe – vom keltisch-römischen Ursprung bis zur industriellen Moderne –, geographischer Bedeutung am Rhein, starker Wirtschaftskraft und ansprechenden Freizeit- und Bildungsangeboten.